Die Qualifizierungsgesellschaft Werkstatt Frankfurt e.V. und der Frankfurter Verband für Alten- und Behindertenhilfe e.V. haben gemeinsam ein Projekt, welches die Förderung der Qualifizierung in der stationären Altenpflege zum Ziel hat, entwickelt.

Ein zentrales Anliegen dieses Projektvorhabens ist es, eine abschlussorientierte Qualifizierung zur Altenpfleger/in für alle interessierten Stammkräfte in den Pflegeeinrichtungen des Verbandes anzubieten, die bislang noch keinen einschlägigen Berufsabschluss in der Altenpflege erreicht haben.

Mit diesem Projektvorhaben wird auf eines der dringendsten Probleme der Altenpflege eingegangen. Es fehlt in nahezu allen Pflegeeinrichtungen an Fachkräften. Gleichzeitig haben es z.T. langjährige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter solcher Einrichtungen sehr schwer, berufsbegleitend noch einen anerkannten Berufsabschluss zu erreichen.

Besonders hervor zu heben ist der Ansatz, den Unterricht zunehmend in die Praxis der Altenpflegeeinrichtungen hinein zu tragen. Alle teilnehmenden Pflegehilfskräfte werden umfassend dabei unterstützt, sich wesentliche Lerninhalte des Berufsbildes in der konkreten Arbeitspraxis zu erschließen. Dieses „Lernen im Arbeitsprozess“ genannte moderne didaktische Verfahren wird durch das Projekt AiQuA nun in der Altenpflegeausbildung erprobt und evaluiert.

Im Projekt AiQuA können sich nun interessierte an- und ungelernte Pflegehilfskräfte berufsbegleitend an der verbandeigenen Altenpflegeschule anmelden.

Rund 80 an- und ungelernte Pflegehilfskräfte können so zu „staatlich anerkannten Altenpflegern“ werden.

Gleichzeitig wird in diesem Projekt aber auch eine neuartige Unterstützung der ersten Führungsebene der Pflegeeinrichtungen erprobt. Ziel ist es, diesen für die Motivation und die Leistungsfähigkeit der Pflegemitarbeiter/innen besonders wichtigen Führungskräften Unterstützung und Weiterentwicklung bei der Bewältigung ihrer umfassenden Aufgaben zu ermöglichen.

Schließlich wird sich das Projektvorhaben auch um die Förderung der Sprachkompetenz der Pflegemitarbeiter/innen kümmern.

Bekanntlich besteht in den Personalstäben der Altenpflegeeinrichtungen ein hoher Anteil von Migrantinnen und Migranten. Ihre Sprachkompetenz zu fördern, hilft ihnen, sich weiter zu qualifizieren, aber auch wirkungsvoller mit den zu pflegenden Bewohnerinnen und Bewohnern der Einrichtungen umzugehen. Auch diese Förderung erfolgt „im Arbeitsprozess“, um ein nachhaltige Wirkung bei der Weiterentwicklung der Sprachkompetenz zu erreichen.